Magersucht
Januar 14, 2009
Magersucht, neulateinisch genannt Anorexia mentalis oder Anorexia nervosa. Sie ist eine psychosomatische Krankheit und handelt sich um eine krankhafte Essstörung. Ein Grund für die Entstehung lässt sich zumeist nicht finden. Oft sind die Ursachen kulturell-gesellschaftlich. Gerade wenn Mädchen in der Pubertät kommen, sind sie mit ihren Körper unzufrieden. Ideale tauchen in Medien oder auf Bildern auf, so entsteht das Bedürfnis schlank zu sein. Meist liegt das Risikoalter zwischen 14- bis 25 Jahren. Allerdings sind nicht nur junge Frauen von der Krankheit betroffen, ebenso können junge Männer unter der Krankheit leiden. Nur ist die Prozentzahl gering. Das ausgeprägte Schlankheitsideal ist nicht immer der Auslöser für die Magersucht. Verschiedene Risikofaktoren spiele eine Rolle, z. B. häufige Diäten und die Angst vor einer Gewichtszunahme. Familiäre Bedingungen oder Belastungen durch ein einschneidendes Erlebnis. Ebenso sind biologische Faktoren (Veranlagung) bedeutend. Die Magersucht fängt oft harmlos an. Eine Veränderung im Essverhalten scheint zuerst nicht besorgniserregend. Die körperliche Aktivität wird gesteigert, Schulnoten verbessern sich und zuerst glauben die Angehörigen an eine positive Veränderung. Allerdings ändert sich im Verlauf der Krankheit das Essverhalten. Die Nahrungsaufnahme wird immer geringer, viele Speisen werden einfach ausgelassen. Oft tritt ein rituales Essverhalten in Erscheinung, z. B. Mahlzeiten nur zu bestimmten Zeiten oder verlangsamtes Essen. Um Konflikte bei Bekannten und Angehörigen zu vermeiden, benutzt der Betroffene Lügen. So sagt er, er habe bereits gegessen. Der Kranke verliert immer mehr an Gewicht. Die Gedanken kreisen nur noch um das Thema Essen. Körperliche Schädigungen sind die Folge, unter Umständen führt die Magersucht zum Tode. Leider nimmt der Betroffene die Hilfe der Angehörigen nicht an und er muss selbst eingestehen, dass er krank ist. Ebenso darf er nicht gezwungen werden, an Gewicht zuzunehmen, das kann zu Depressionen oder Suizidgefährdung führen. Die Psychotherapie ist der einzige Ausweg aus der Erkrankung. Eine Einzel- oder Gruppentherapie ist notwendig. Besteht eine gesundheitliche Gefährdung ist ein klinischer Aufenthalt erforderlich.